Die Staatsform der Monarchie

Die Monarchie ist eine Staats- bzw. Herrschaftsform. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Alleinherrschaft“. Hierbei ist ein Monarch oder eine Monarchin das Oberhaupt über einen Staat. Diese Form der Regentschaft kann bis ins alte Ägypten zurückgeführt werden: Das Volk verehrte einen Pharao als Gott. Auch in China galt der Kaiser als Sohn des Himmels und besaß die absolute Macht über sein Land.

Unterschiedliche Machtbefugnisse

Im Laufe der Zeit bildeten sich verschiedene Arten dieser Staatsform:

  • die parlamentarische Monarchie – der Regent besitzt fast ausschließlich repräsentative Aufgaben. Er hat keinen Einfluss auf die Staatsgeschäfte
  • die konstitutionelle Monarchie – die Macht des Monarchen ist durch eine Verfassung begrenzt. Diese wird von der Regierung bestimmt, welche aber vom Herrscher abgesetzt werden kann
  • die absolute Monarchie – das Staatsoberhaupt hat die alleinige, uneingeschränkte Macht

Zusätzlich kann nach der Art der Erlangung der Herrschaft unterschieden werden:

  • die Erbmonarchie – die Weitergabe der Macht erfolgt durch die Erbfolge
  • die Wahlmonarchie – durch eine Wahl wird ein neuer Herrscher bestimmt.
Es gibt die verschiedenste Formen der Monarchie – von der Demokratie bis zum Absolutismus

Es gibt die verschiedenste Formen der Monarchie – von der Demokratie bis zum Absolutismus

Die absolute Herrschaft

Die strengste Form der Monarchie ist der Absolutismus. Hierbei genießt das Oberhaupt die alleinige Staatsgewalt. So kann er Gesetze selbst erlassen, jedoch untersteht er diesen selbst nicht. Er allein bildet die oberste, unantastbare Gewalt seines Staates. Auf Dauer ist diese Form nur schwer durchzusetzen. So kam es zum Beispiel im Jahr 2006 in Nepal zur weitestgehenden Entmachtung des Monarchen und 2008 zur Ausrufung der Republik.

Die allmähliche Absetzung des Absolutismus bedeutet nicht, dass alle bestehenden Monarchien zwangsläufig abgeschafft werden müssen. Vor allem in Ländern mit weniger strengen Machtverhältnissen ist die Bevölkerung stolz auf ihre Herrschaft. Ein besonders repräsentatives Beispiel stellt die britische Krone dar. Seit dem 6. Februar 1952 ist Elisabeth II. die Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland. Auf dem Papier ist sie die konstitutionelle Herrscherin, jedoch hat sie auf Grund Jahrhunderte alter Gewohnheitsrechte nur noch die parlamentarische Macht inne. Beschränkt wird diese durch die Verfassung, den Bill of Rights. Die Hauptaufgabe der Königin und deren enger Familienangehöriger beschränkt sich weitestgehend auf die Repräsentation des Staatsgebietes und des Herrschaftshauses.